Kurzbeschreibung

"Jahr 1 nach Snowden" ist eine interdisziplinäre studentische Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin, die sich sich im WiSe2014/15 interdisziplinär mit Problematik der globalen Überwachungs- und Spionageaffäre auseinandergesetzt hat. Mit der Publikation der Ergebnisse wurde die Initiative zwar inhaltlich ageschlossen, sie möchte aber durch Nachfolgeinitiativen weiterhin bestrebt bleiben, über das Problem gesellschaftlicher Überwachung aufzuklären.

Für die Erwähnung der Initiative in sozialen Netzwerken bitten wir um Verwendung des Hashtags: #Jahr1nachSnowden

Werbe-Trailer der Stud. Initiative "Jahr 1 nach Snowden"

Ausführliche Beschreibung

Im Zuge der Enthüllungen um die lobale Überwachungsaffäre durch die im Juni 2013 an die Presse übermittelten Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden beobachten die Initiatoren dieser studentischen Initiative intensiv die gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen mit diesen Enthüllungen sowie die mit ihnen verbundenen kontroversen Reaktionen in Deutschland. Über die Feststellung hinausgehend, dass der gesellschaftliche Tenor zwar mehrheitlich durch Empörung geprägt, jedoch mit Konsequenzen privater wie öffentlicher Art eher zurückhaltend ist, finden wir es bedenklich, dass eine Auseinandersetzung mit diesem vielschichtigen Thema, welches von globalerer Dimension kaum sein könnte, an den Universitäten, von einigen wenigen Ausnahmen ideeller Würdigung abgesehen, bis zum Start dieser Initiative Anfang November 2014 kaum vorhanden war. Bedenklich ist dieser Umstand, weil es Universitäten waren, welche an der Idee einer weltweiten Vernetzung durch das Internet und seiner Vorläufer seit den 70er Jahren maßgebend mitwirkten. Damit sehen wir die Universitäten in einer Verpflichtung, am Erhalt einer (unter den gegebenen Umständen mehr als gefährdeten) „Netzkultur“ und „Netiquette“ mitzuwirken.

Die Kultur des Internets wie auch die mit ihr verbundenen Umgangsformen des 21. Jh. lassen sich unserer Meinung nach von ihren Pendants des nicht-virtuellen Raumes kaum mehr trennen. Die Enthüllungen im Zuge der Überwachungs- und Spionageaffäre geben uns in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, auf einer neuen Ebene über die Gefährdung der allgemeinen Kultur wie auch der Netzkultur zu diskutieren. Wir wollen diese Diskussion unter möglichst vielfältigen Gesichtspunkten als Teil des wissenschaftlichen Diskurses an der Humboldt-Universität führen. Der Leitspruch der Humboldt-Universität - „Bildung durch Wissenschaft“ - sollte auch in diesem Zusammenhang seinem Anspruch gerecht werden, Interessierten aus allen Teilen der Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, sich in der vorfindlichen Komplexität der Ereignisse durch sachliche Auseinandersetzung fundierter positionieren zu können. Die auf dieser Seite vorgestellte interdisziplinäre studentische Initiative soll eine solche Positionierung fördern.

Die Initiative wird unterstützt vom Studierendenrat der Theologischen Fakultät, dem StudentInnenparlament der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Allgemeinen Studierendenausschuss der FU Berlin, dem Deutschen Journalistenverband Berlin e.V.
sowie der FIfF-Konferenz 2014 .