Stud. Initiative gnuHU-linux

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Bearbeitungsstand: 30. Mai 2017

Kurzbeschreibung der Initiative

Die studentische Initiative gnuHU-linux ist eine Umsetzung des Initiativen-Konzepts gnUNI-linux und möchte erreichen, dass an allen von Student_innen nutzbaren, öffentlichen Computerarbeitsplätzen der HU-Berlin als Alternative zu bestehenden Arbeitsumgebungen auf Basis von Windows und MacOS (wieder) standardmäßig auch eine Arbeitsumgebung nutzbar ist, die auf Freier Software basiert.

Das knapp dreiminütige Video "user liberation" der Free Software Foundation gibt eine Einführung in die Bedeutung Freier Software.

Überlegungen, die zu gnuHU-linux führten, entstanden als Teil eines informellen Ideenkatalogs der stud. Initiative "Jahr 1 nach Snowden".

Alle Infos zum Weiterleiten (Copy&Paste-Vorlage)

1) Projektseite der HU-Init.: hu.berlin/gnuhu-linux
2) Projektseite des allg. Initiativen-Konzepts: hu.berlin/gnuni-linux
3) Hashtags: #gnuHU #gnUNI
4) Mailingliste: gnuhu-linux@lists.hu-berlin.de, Anmeldung über: sympa.cms.hu-berlin.de/sympa/subscribe/gnuhu-linux
5) XMPP-MUC: gnuhu-linux@conference.chat.hu-berlin.de
6) Kurzes Video zur Bedeutung Freier Software: http://tinyurl.com/user-liberation
7) gnUNI-linux Logo-Kit: tinyurl.com/gnuni-linux-logo-kit

Zum Namen

Der Name gnuHU-linux ist eine Zusammensetzung aus GNU/Linux, einem Betriebssystemkonzept basierend auf der Idee Freier Software und der Kurzbezeichnung der Humboldt-Universität "HU-Berlin": GNU/Linux + HU-Berlin = gnuHU-linux

Aussprache: "gnu(wie das Tier)-HA-U-linux"

Grundgedanken

1) gnuHU-linux geht davon aus, dass der digitale Raum im digitalen Zeitalter konstituierend für die Existenz des Individuums ist, da gesellschaftliches Zusammenleben die Nutzung des digitalen Raumes mittlerweile voraussetzt. Die Freiheit des Individuums im digitalen Zeitalter kann entsprechend nur durch Freie Software gewährleistet werden, also Software, die die sog. 4 Freiheiten gewährleistet.

2) gnuHU-linux sieht im dominierenden Einsatz von Windows, MacOS und anderer unfreier Software an Bildungsträgern hinsichtlich der von ihnen ausgehenden kommerziellen Lizenz-Zwänge und wirtschaftlicher Überwachung ein massives bildungspolitisches Problem, dessen Folgen den Einsatz von Betriebssystemen wie Windows10 und MacOS indiskutabel machen.

3) gnuHU-linux sieht in Betriebssystemen auf Basis Freier Software im Gegensatz zu den üblicheren, aber unfreien Betriebssystemen wie Windows oder MacOS, zumindest eine erste plausible Möglichkeit, digitale Arbeitsumgebungen auf Überwachungsmechanismen hin überprüfen zu können. Dabei ist klar, dass Überwachung im digitalen Raum nicht allein durch den Einsatz Freier Software verhindert werden kann, jedoch Freie Software ein erste Maßnahme gegen Überwachung darstellt, die im Vergleich zu anderen Maßnahmen (wie bspw. den Einsatz offener, überprüfbarer Hardware) vergleichsweise einfach umsetzbar ist.

4) gnuHU-linux ist der Meinung, dass sich spätestens durch die Enthüllungen Edward Snowdens ein gesellschaftlicher Zustand abgezeichnet hat, in dem die "westliche Wertegemeinschaft" als eine kaum mehr kontrollierbare Überwachungsgesellschaft erscheint, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Unfreie/proprietäre Software ist ein wichtiger Stützpfeiler für die Aufrechterhaltung dieser überwachenden Machtsysteme, da sie prinzipbedingt aufgrund ihres nicht einsehbaren Quell-Codes nur äußerst schwer auf Überwachungsmechanismen hin kontrolliert werden können und ihre Nutzer_innenschaft nicht nur, aber auch zu diesem Zweck in geschlossene, digitale Ökosysteme sperren, aus deren beabsichtigter Abhängigkeit sich der Mensch im digitalen Raum nur äußerst schwer befreien kann. Bildungsträger sollten derartige, in die Unfreiheit führende Machstrukturen, nicht unterstützen.

Ziele

1) Die Initiative geht nach informellen Gesprächen mit DV-Verantwortlichen der HU-Berlin davon aus, dass eine Desktop-Alternative auf Basis von GNU/Linux allerhöchstens unter der Bedingung durch den Computer- und Medienservice (CMS) der HU-Berlin hinsichtlich einer Umsetzung diskutiert werden könnte, dass es zuvor eine konkrete Bedarfsanmeldungen durch die Studierendenschaft gibt. Primäres Ziel der Initiative ist es, diesen Bedarf festzustellen und beim CMS anzumelden.

2) gnuHU-linux fordert nicht, Windows oder MacOS zu ersetzen, sondern denjenigen eine Alternative anzubieten, die auf einen öffentlichen Computerarbeitsplatz angewiesen sind, aber die etablierten, unfreien Arbeitsumgebungen auf Basis von Windows und MacOS aus erwähnten oder anderen Gründen nicht nutzen wollen. Gleichwohl erhofft sich die Initiative langfristig einen vollständigen Wechsel hin zu Freier Software.

3) Langfristig möchte die Initiative dazu beitragen, Student_innen, so auch stud. Hilfskräfte und auf lange Sicht ebenso nicht-stud. Mitarbeiter_innen der HU-Berlin, von kommerziellen Lizenzzwängen und überwachenden IT-Strukturen zu befreien.

4) gnuHU-linux möchte erreichen, dass die HU-Berlin als Teil jener Institutionen, die Wegbereiter des digitalen Raumes waren, zu einem grundsätzlichen Wandel im Umgang mit dem digitalen Raum beiträgt, in der die Freiheit von Nutzer_innen an erster Stelle steht und ihnen einen mündigen Umgang mit den Gefahren des digitalen Zeitalters ermöglicht.

Bitte um Unterstützung

1) Organisationshilfe wird nicht benötigt.

2) Benötigt wird möglichst zahlreiche Bekundung ideeller Unterstützung durch Gremien der HU-Berlin per Email und ggf. auf deren Webseiten, die als öffentliche Stellungnahme eine entsprechende Bardarfsanmeldungen für Freie Betriebssysteme und Software zum Ausdruck bringt (eine Vorlage befindet sich im nächsten Abschnitt).
Die öffentliche Bekundung wird benötigt, damit die Initiative eine höhere Chance auf Unterstützung durch das StudentInnenparlament und die Universitätsleitung haben wird.

Bei Interesse kann ein Mitglied der Koordination der Initiative das Vorhaben in Gremien der HU-Berlin gerne näher erläutern und offene Fragen klären.

3) Die Initiative benötigt freiwillige Graphiker_innen für die Umsetzung zweier bereits erarbeiteter Flyer-Konzepte. Aufwandsentschädigung möglich. Bitte melden unter Kontakt!

Kommunikationskanäle

Mailingliste

Um bezüglich gnUNI-linux und davon abgeleitete Initiativem unkompliziert auf dem Laufenden zu bleiben und sich zu vernetzen kann die Mailingliste gnuhu-linux@lists.hu-berlin.de über folgenden Link abonniert werden:

sympa.cms.hu-berlin.de/sympa/subscribe/gnuhu-linux

Folgende Bitten:

1) Kurz vorstellen, bspw: "Hi, ich bin ???, Student_in der ??-Berlin und möchte gnUNI-linux an der ??-Berlin forken. Unsere Initiative nennt sich gnu??-linux."

2) Aktuell ist die Liste offen für alle Abonnent_innen. Die Initiator_innen vertrauen darauf, dass Abonnent_innen nur Nachrichten über die Liste verschicken, die sich direkt auf gnUNI-linux oder von gnUNI-linux abgeleitete Initiativen beziehen.

2.1) Daher bitte nur Themen, in denen es konkret um eine dieser Initiativen geht. Etwas wie "Gefahr für OpenWRT und Freifunk" ist thematisch wichtig, aber schon zu weit vom Thema der Liste entfernt.

2.2) Auf der Liste soll es eher darum gehen, sich bspw. gegenseitig "milestones" mitzuteilen oder um konkrete Initiativen-Hilfe zu frage, Beispiele: "Pressemitteilung durch das StuPa der HU-Berlin für gnuHU-linux" oder "Hilfe für Antrag für gnuTU-linux bei Gremium XY gesucht".

XMPP-MUC

Offener XMPP-MUC der Initiative: gnuhu-linux@conference.chat.hu-berlin.de

Werbe- und Textvorlagen

Bildmaterial

Bildmaterial, um gnuHU-linux zu bewerben, kann dem gnuHU-linux Logo-Kit entnommen werden. Das Paket enthält auch das akt. genutzte Logo, das ursprünglich nur als Grafik für Ansteck-Buttons gedacht war:


Die nachfolgende Komposition zeigt fast alle Elemente gnuHU-linux Logo-Kits. Sie eignet sich vielleicht zum Druck von Informationsmaterial, da sich an ihr die Vielfalt und Prinzipien Freier Software aufzeigen lassen:


Das gnuHU-linux Logo-Kit basiert auf dem gnUNI-linux Logo-Kit, weswegen Modifikationen ausdrücklich erwünscht sind, solange die Lizenzbedingungen eingehalten werden, damit die Modifikationen Frei verfügbar bleiben.

Hashtags

#gnuHU #gnUNI

...zur allg. So­li­da­ri­täts­be­kun­dung:

Die Fachschaftsinitiative / Der Fachschaftsrat / Der Studierendenrat / Gremium XYZ solidarisiert sich hiermit mit der studentischen Initiative gnuHU-linux bei ihren Bemühungen zur Bereitstellung eines Freien Betriebssystems auf Basis von GNU/Linux an allen von Student_innen nutzbaren öffentlichen Computerarbeitsplätzen der Humboldt-Universität zu Berlin, das es, sofern noch nicht vorhanden, Student*innen standardmäßig ermöglicht, zwischen unfreien (proprietären) und Freien Betriebssystemen auf Basis von GNU/Linux zu wählen.

ABSENDER*IN`

Vorlagen, um über die Initiative zu informieren...

...auf Webseiten und per Email:

Hallo NAME,

im März 2017 enstand an der Humboldt-Universität Berlin eine stud. Initiative, die sich dafür einsetzt, an allen von Student_innen nutzbaren, öffentlichen Computerarbeitsplätzen der HU-Berlin flächendeckend eine alternative IT-Arbeitsumgebung zu etablieren, die auf Freier Software basiert. Student_innen, die auf einen öffentlichen Computerarbeitsplatz angewiesen sind, sollen die Möglichkeit haben, zu etablierten, aber unfreien IT-Arbeitsumgebungen wie Windows und MacOS eine Alternative wählen zu können.

Kurzes Video zur Bedeutung Freier Software: www.fsf.org/blogs/community/user-liberation-watch-and-share-our-new-video

Ziel der Initiative ist es, dazu beizutragen, Student_innen, so auch stud. Hilfskräfte und auf lange Sicht ebenso nicht-stud. Mitarbeiter_innen der HU-Berlin, von Lizenzzwängen unfreier Software und Betriebssysteme wie Windows und MacOS sowie von überwachenden IT-Strukturen zu befreien.

Die Initiative nennt sich gnuHU-linux und versteht sich als lokale Umsetzung des Konzepts gnUNI-linux, das Student_innen anderer Universitäten dazu aufruft, IT-Arbeitsumgebungen auf Basis Freie Software an ihren Universitäten ebenfalls zu fordern. Langfristig soll sich so eine dezentral organisierte Bewegung an Bildungsträgern ergeben.

gnuHU-linux bittet um ideelle Unterstützung für die Initiative an der HU-Berlin. Eine Vorlage dafür findet sich unter der nachfolgenden Projektseite: http://tinyurl.com/gnuhu-linux

gnUNI-linux lädt dazu ein, an anderen Bildungsträgern eine entsprechende Initiative zu starten, wofür die nachfolgende Projektseite als Hilfe dienen kann: http://tinyurl.com/gnuni-linux

Gruß
ABSENDER*IN

...in sozialen Netzwerken:

http://tinyurl.com/gnuhu-linux - Freie Betriebssysteme für die HU-Berlin! #gnuHU #gnUNI

Präsentationsmaterial

gnuhu-linux-kurzvortrag_infoblatt (ODT)
gnuhu-linux-kurzvortrag_infoblatt (PDF)
gnuhu-linux-kurzvortrag_praesentation (ODP)
gnuhu-linux-kurzvortrag_praesentation (PDF)
gnuhu-linux-kurzvortrag_praesentation_video_free-software_user-liberation (WebM)

Koordination und Kontakt

Siehe: jahr1nachsnowden.de/kontakt/nachfolgeinitiativen/gnuhu-linux

Erlaubnis zur Weiterverwendung der Texte

Alles, was auf dieser Unterseite (jahr1nachsnowden.de/initiativen/nachfolgeinitiativen/gnuhu-linux) an Texten zu finden ist, kann frei verwendet werden, solange es unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License veröffentlicht wird (Namensnennung, Veröffentlichung unter den selben Bedingungen).